Montag, 7:31 Uhr.
8.400 Patientenakten
sind nicht mehr zugänglich.
Ransomware-Angriffe auf Arztpraxen nehmen drastisch zu. Die Täter wissen: Patientendaten sind hochsensibel, die IT ist oft veraltet, und der Druck zur schnellen Zahlung ist enorm. Ohne Cyberversicherung trägt das die Praxis allein.
Ziel eines Angriffs
nach Datenpanne
nach Ransomware gestört
Was ein Angriff auf Ihre Praxis bedeutet
Die Praxis öffnet — nichts geht mehr
Alle Rechner zeigen nur einen Sperrbildschirm. Praxissoftware, Terminkalender, Patientenakten, Röntgenbilder — alles verschlüsselt. Der erste Patient wartet bereits im Wartezimmer.
Chaos in der Praxis
Keine Möglichkeit, Patienten abzurufen oder zu behandeln. Chronisch Kranke mit dringenden Medikationen können nicht versorgt werden. Das Team greift zu Stift und Papier.
Die 72-Stunden-Uhr läuft
DSGVO Art. 33: Die Datenschutzbehörde muss innerhalb von 72 Stunden informiert werden. Wer hat Zugriff auf die Daten? Welche Patienten sind betroffen? Niemand weiß es.
Lösegeld: € 85.000 in Bitcoin
Die Erpresser kontaktieren Sie. 48 Stunden Zeit. Zahlen oder alle Patientendaten erscheinen im Darknet — mit Namen, Diagnosen, Medikation. Der Countdown läuft.
Wiederherstellung — wenn überhaupt
IT-Forensik, neue Hardware, Datensicherung, Systemneuaufbau. Kosten: € 30.000–80.000. Dauer: 2–6 Wochen. Umsatzausfall pro Tag: € 3.000–8.000. Ohne Versicherung: Ihr Problem.
Warum Angreifer Arztpraxen gezielt ins Visier nehmen
Patientendaten sind Gold wert
Im Darknet erzielen medizinische Datensätze 10–50× mehr als Kreditkartendaten. Diagnosen, Medikationen, psychische Erkrankungen — ein komplettes Profil einer Person.
Telematikinfrastruktur als Einfallstor
Die TI-Anbindung schafft neue Angriffsflächen. Viele Praxen haben die technischen Anforderungen erfüllt, aber die Netzwerksicherheit nicht angepasst.
Veraltete Praxissoftware
CGM, Medistar, TurboMed — viele Systeme laufen auf Windows 7 oder 10 ohne aktuelle Patches. Jede bekannte Sicherheitslücke ist ein offenes Tor.
Keine IT-Abteilung
In einer Einzelpraxis gibt es niemanden, der sich mit IT-Sicherheit auskennt. Die MFA prüft keine Phishing-Mails — und ein falscher Klick genügt.
Maximaler Druck zur Zahlung
Patienten warten auf Behandlung. Die Praxis kann nicht schließen. Angreifer wissen: Arztpraxen zahlen schneller als andere Unternehmen.
Regulatorisches Minenfeld
DSGVO, KBV-Richtlinie zur IT-Sicherheit, KRITIS-Dachgesetz — wer im Schadensfall die falschen Schritte macht, riskiert zusätzlich Bußgelder.
Was die Cyberversicherung für Ihre Praxis übernimmt
Ransomware-Forderungen werden geprüft. Wenn eine Zahlung unvermeidlich ist, übernimmt die Versicherung.
Spezialisierte Experten analysieren den Angriff, sichern Beweise und stellen Ihre Praxissysteme wieder her.
Rechtsbeistand für die Meldepflicht gegenüber Datenschutzbehörden und ggf. betroffenen Patienten.
Umsatzausfälle während des Angriffs und der Wiederherstellung werden ersetzt — inklusive laufender Kosten.
Kosten für die gesetzlich erforderliche Information betroffener Patienten werden übernommen.
Sofortige Reaktion — auch nachts und am Wochenende. Ein Cyberangriff wartet nicht bis Montagmorgen.
Kommunikationsexperten helfen, den Schaden gegenüber Patienten, Öffentlichkeit und KBV zu begrenzen.
Bestimmte DSGVO-Bußgelder, die durch den Angriff entstehen, sind mitversichert.
Was Ärzte uns am häufigsten fragen
Was kostet eine Cyberversicherung für meine Arztpraxis?
Die Prämie hängt von Praxisgröße, Jahresumsatz, eingesetzter Software und vorhandenen Schutzmaßnahmen ab. Für eine Einzelpraxis beginnen die Kosten oft bei 500–1.200 € pro Jahr — deutlich weniger als ein einziger Angriffstag an Umsatzausfall. In einem kostenlosen Erstgespräch ermitteln wir Ihren genauen Bedarf.
Greift die Versicherung auch bei menschlichem Fehler (z.B. Phishing)?
Ja. Die meisten Cyberangriffe beginnen mit einem Phishing-Klick eines Mitarbeiters. Eine gute Cyberversicherung deckt auch Schäden durch menschliches Versagen — das ist einer der wichtigsten Unterschiede zur klassischen IT-Haftpflicht.
Ich habe bereits ein Backup — brauche ich trotzdem eine Versicherung?
Backups sind wichtig, decken aber nur einen Bruchteil des Schadens ab. Die DSGVO-Meldepflicht läuft trotzdem, der Betriebsausfall während der Wiederherstellung ist unversichert, und ob Ihr Backup wirklich funktioniert, hat niemand zuletzt getestet — oder? 87% der Opfer glaubten, ein funktionierendes Backup zu haben.
Deckt meine Berufshaftpflicht oder Betriebshaftpflicht Cyberangriffe ab?
Nein. Die Berufshaftpflicht für Ärzte deckt Behandlungsfehler — nicht Datenverluste durch Cyberangriffe. Und die Betriebshaftpflicht schützt vor Schäden, die Sie Dritten zufügen — aber nicht vor Schäden an Ihren eigenen Systemen und Daten. Dafür brauchen Sie eine eigenständige Cyberversicherung.
Wie schnell bekomme ich Hilfe, wenn es passiert?
Alle empfohlenen Policen beinhalten eine 24/7-Notfall-Hotline mit garantierten Reaktionszeiten. Im Ernstfall sind spezialisierte IT-Forensiker und Rechtsanwälte typischerweise innerhalb weniger Stunden erreichbar.
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Wie gefährdet ist Ihre Praxis?
In einem 20-minütigen Gespräch analysieren wir Ihre konkrete Situation — Praxisgröße, eingesetzte Software, vorhandene Schutzmaßnahmen — und zeigen, welche Absicherung wirklich Sinn macht.